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Umbau der Straßenbeleuchtungssteuerung

Offenbach, kreisfreie Stadt

Detail-Beschreibung

Umbau der Straßenbeleuchtungssteuerung - verbesserte Kontrolle

Stadthof, Offenbach, Leuchte Modullum mit Owlet
Quelle: Stadt Offenbach

Im Rahmen einer Testinstallation stellte die Energienetze Offenbach GmbH (ENO) im Auftrag der Energieversogung Offenbach AG (EVO) als Betreiber der Straßenbeleuchtungsanlage für die Stadt Offenbach ab Anfang 2016 einen Bereich mit 2.200 Leuchtstellen auf eine neue Straßenbeleuchtungssteuerung um. Geschaltet wurde die Straßenbeleuchtung in Offenbach bislang klassisch über ein Rundsteuersignal, wobei der Einschaltimpuls von einem Dämmerungssensor kam. Um 22 Uhr wurden die Lichter über einen weiteren Impuls reduziert, bevor sie zu Beginn der Hauptverkehrszeit um 6 Uhr wieder auf volle Leistung hochgefahren wurden.

»Wir haben uns schon seit Jahren mit dem Eigentümer der Straßenbeleuchtungsanlage, der Stadt Offenbach, Gedanken über neuartige, praktikable und effiziente Schaltungsarten gemacht«, berichtet Peter Roser, Teamleiter Planung, Bau und Betrieb Straßenbeleuchtung bei der ENO, einem Tochterunternehmen der EVO AG. Das Steuerungssystem Owlet des Leuchtenherstellers Schreder wurde erstmals 2009 für die Beleuchtung am Wilhelmsplatz verwendet. Dabei kam die Idee auf, dieses System auch zum Schalten von weiteren Teilen der städtischen Straßenbeleuchtungsanlagen zu verwenden. Die Telemanagementlösung basiert auf lokalen Kontrolleinheiten. die sich mittels eines speziellen Kommunikationsprotokolls drahtlos mit einem Segment-Controller (SeCo) austauschen. Dieser wiederum ist über eine gesicherte Internetverbindung mit einem zentralen Webserver verbunden, von dem er die Steuerungsbefehle empfängt, beziehungsweise an den er Betriebsdaten zurückmeldet.

Stadthof, Offenbach, Leuchte Modullum mit Owlet
Quelle: Stadt Offenbach

Bereits seit 2006 nutzt die EVO für die Betriebsführung der Straßenbeleuchtungsanlagen die Datenbanksoftware IuxData.licht. Darin lassen sich alle relevanten Informationen vom Mastmodell und Leuchtmitteltyp über Angaben zu Wartungsarbeiten oder Prüfungen bis hin zu Verbrauchsdaten und Kostenstellen hinterlegen, einschließlich Verträgen, Fotos, der Verortung in GIS und einer Barcode-Identifizierung zur leichteren Zuordnung für die Außendienstmitarbeiter. Bei der konkreten Planung war für die schnittstellenfreie Weiterverwendung der Daten eine Grundvoraussetzung, dass beide Lösungen luxData.licht und Owlet kombiniert werden sollten, damit der Betreiber der Straßenbeleuchtungsanlage jederzeit auf das System zugreifen und alles aus einem Programm steuern kann. Aufgrund dieser Anforderung programmierte sixData eigens eine Schnittstelle zum Owlet-Interface und implementierte dessen API-Schnittstelle in ihr neues Softwaremodul luxData.control, das die Beleuchtungsverwaltung um Funktionen zur Regulierung der Leuchten vom reinen Schalten bis zum spezifischen Dimmen erweitert.

Seit Anfang Juni 2017 ist das neue System inzwischen im Live-Betrieb, wobei die ENO GmbH zunächst nur das manuelle Ein- und Ausschalten nutzt. Da die Beleuchtungsanlagen aber immer weiter mit Lichtmanagement ausgestattet werden, sind tiefergehende Steuerungsprozesse für die nächsten Jahre bereits absehbar. »Für uns war in erster Linie wichtig, dass wir jetzt vollen Zugriff auf die Steuerung haben, dadurch sind wir flexibel und können auf viele Wünsche der Stadt Offenbach reagieren, was vorher so nicht der Fall war«, so die ENO GmbH.