Seiteninhalt

Energieverbrauch in der Region FrankfurtRheinMain


Übersicht

Der Energieverbrauch setzt sich zusammen aus den drei Nutzungsmöglichkeiten, die wir für Energie haben: als Strom, Wärme und Kraftstoff für die Mobilität. Im Gebiet des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain wurden 2015 etwa 70.790 Gigawattstunden (GWh) – dies sind rund 70,8 Terawattstunden (TWh) – Endenergie verbraucht. Zieht man einen groben Vergleich zum Endenergieverbrauch 2013 in ganz Hessen (die Datenverfügbarkeit lässt nur einen Vergleich zwischen verschiedenen Jahren zu), entfällt etwa ein Drittel des gesamten hessischen Endenergieverbrauchs auf die Region FrankfurtRheinMain. Im Jahr 2013 betrug der Endenergieverbrauch in Hessen (laut dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie dem Hessischen Statistischen Landesamt) etwa 219 Terawattstunden.


Datenquelle

Im Folgenden finden Sie detaillierte Informationen zum Energieverbrauch in der Region. Die Quelle der Daten ist der Kommunale Energiesteckbrief für den Regionalverband FrankfurtRheinMain. Diesen sowie die Daten für die einzelnen Mitgliedskommunen und Landkreise im Regionalverband finden Sie unter den Kommunalen Energiesteckbriefen und im Klima-Energie-Atlas.



Bereitstellung von Wärme verbraucht in der Region die meiste Energie

Fast die Hälfte (rund 47 Prozent oder 32,9 TWh) des gesamten Endenergieverbrauchs in der Region entfielen 2015 auf den Bereich Wärme. 30 Prozent des Endenergieverbrauchs nahm der Mobilitätsbereich ein (≈21,4 TWh/a) und etwa 23 Prozent werden als Strom verbraucht (≈16,4 TWh/a).

 

Die Aufteilung verdeutlicht die Bedeutsamkeit der beiden Bereiche Wärme und Mobilität, wenn es darum geht, den Gesamt-Energieverbrauch zu senken sowie den Anteil der erneuerbaren Energien im Wärme- und Mobilitätsbereich auszubauen.



Sektor Mobilität verbraucht am meisten Energie

2015 wurden im Regionalverband rund 70,8 Terawattstunden Endenergie (TWh/a) verbraucht. Mit 33 Prozent verbrauchte der Sektor Mobilität davon die meiste Energie (≈23,4 TWh/a). Auf dem zweiten Platz folgte die Industrie mit circa 29 Prozent (≈20,3 TWh/a). Haushalte verbrauchten rund 24 Prozent der Endenergie (≈16,8 TWh/a). Den geringsten Verbrauch hatte der Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen mit knapp 15 Prozent (≈10,3 TWh/a).



Sektor Mobilität – der Individualverkehr verbraucht die Hälfte der Energie

Mit knapp 33 Prozent, etwa 23 Terawattstunden pro Jahr (TWh/a), hatte der Mobilitätssektor 2015 den größten Anteil am gesamten Endenergieverbrauch der Region. Der größte Energieverbraucher des Mobilitätssektors selbst war der Motorisierte Individualverkehr. Dieser stand für die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs des Sektors (≈11,6 TWh/a). Dahinter folgten mit knapp 27 Prozent der Güterverkehr (≈6,2 TWh/a) und mit rund 13 Prozent der öffentliche Personennahverkehr (≈3,1 TWh/a). Auch der Personen-Luftverkehr durch den Frankfurter Flughafen verursachte über 10 Prozent des Energieverbrauchs in der Region (≈2,4 TWh/a).



Sektor Mobilität – mehr als 90 Prozent der verbrauchten Energie stammt aus fossilen Brennstoffen

Der Mobilitätssektor ist geprägt von fossilen Brennstoffen – mehr als 90 Prozent des Energieverbrauchs basiert auf ihnen. Der am meisten verbrauchte Kraftstoff Diesel hat einen Anteil von 43 Prozent. Knapp dahinter folgt Benzin mit fast 38 Prozent. Entsprechend dem bereits bedeutsamen Anteil des Personen-Luftverkehrs am Energieverbrauch des Sektors Mobilität entfallen knapp 11 Prozent des Energieverbrauchs auf den Brennstoff Kerosin. Den geringsten Anteil aller Energieträger am Energieverbrauch hat Strom mit rund 9 Prozent. Strom wird beispielsweise zum Betrieb von Straßenbahnen oder Elektrofahrzeugen genutzt.

 

Für die Zusammensetzung des Stromanteils wird der Strom-Mix 2015 für ganz Deutschland angenommen. Wird diese Zusammensetzung hinzugerechnet (und nur die fossilen und erneuerbaren Energien betrachtet), steigt der Anteil der fossilen Brennstoffe im Mobilitätssektor in der Region auf rund 96 Prozent!



Auch in den drei Sektoren Haushalte, Industrie sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen dominieren fossile Energieträger den Endenergieverbrauch

Die Sektoren Haushalte, Industrie sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (ohne den Sektor Mobilität) verbrauchten 2015 etwa 47,4 TWh Endenergie. Mit 36 Prozent (≈17 TWh/a) war Erdgas der am meisten verbrauchte Energieträger in diesen Sektoren. Darauf folgte Strom mit etwa 31 Prozent (≈14,4 TWh/a). Fernwärme (bestehend aus heißem Wasser) und Ferndampf (bestehend aus höher temperiertem Dampf anstelle des heißen Wassers) stellten etwa 14 Prozent des Verbrauchs (≈6,6 TWh/a). Mehr als 13 Prozent (≈6,3 TWh/a) des Verbrauchs wurde durch Kohle (inklusive Hausbrand) und Erdöl gedeckt. Der als „Sonstiges“ angegebene Anteil enthält einige wenig verbreitete Energieträger wie Flüssiggas.

Werden die Anteile von Kohle, Erdöl und Erdgas zusammengerechnet, ergibt sich bereits daraus ein Anteil der fossilen Energien am Endenergieverbrauch der drei Sektoren von fast 50 Prozent. Dabei ist die Fernwärme- und Ferndampferzeugung mit fossilen Energien sowie der Anteil der fossilen Energieträger im deutschen Strom-Mix nicht mit eingerechnet. Werden diese Werte ebenfalls mit eingerechnet (und betrachtet man beim deutschen Strom-Mix nur die fossilen und erneuerbaren Energien), erreichen fossile Energieträger einen Anteil von rund 85 Prozent am Verbrauch.

Außerdem lässt sich klar herausstellen, dass der Anteil der (lokal erzeugten) erneuerbaren Energie am Endenergieverbrauch der drei Sektoren (ohne Berücksichtigung des deutschen Strom-Mix) mit 0,6 Prozent bisher sehr gering ist. Wird der deutsche Strom-Mix (der Anteil der fossilen und erneuerbaren Energien) berücksichtigt, erhöht sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Verbrauch der drei Sektoren auf etwa 10 Prozent.