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Rahmenbedingungen in Hessen


Integrierter Klimaschutzplan Hessen 2025

Der Integrierte Klimaschutzplan Hessen 2025, der die Fortsetzung der vorherigen Strategien darstellt (siehe unten), enthält 140 Maßnahmen die dazu beitragen sollen, dass Hessen seine Klimaschutzziele erreicht und sich an die Folgen des Klimawandels anpasst. Als erstes wird nun bis 2019 die Umsetzung von 42 so genannten prioritären Maßnahmen begonnen. Grundlegende Ziele sind die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 zu senken – sowie bis 2025 um 40 Prozent. Bis zum Jahr 2050 soll Hessen „klimaneutral“ sein und die Treibhausgasemissionen um mindestens 90 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 reduziert sein.

Bis 2013 konnten die Treibhausgasemissionen in Hessen laut Berechnungen des Hessischen Statistischen Landesamtes um 14 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 reduziert werden [1]. Hier finden Sie eine Übersicht wichtiger Energie- und klimapolitischer Ziele bis 2020 und 2050 für die Welt, Europa, Deutschland und Hessen [PDF: 567 KB].


Klimaschutzkonzept Hessen 2012

Das im Jahr 2007 erschienene Klimaschutzkonzept Hessen 2012 stellt 55 Maßnahmen zur Minderung von CO2-Emissionen in verschiedenen Branchen und Sektoren vor. Es basiert auf den drei Säulen:

  • Anpassung an den Klimawandel
  • CO2-Vermeidung durch Innovation 
  • Internationaler Emissionshandel


Aktionsplan Klimaschutz 

Auf Basis des Klimaschutzkonzeptes Hessen 2012 wurde ebenfalls 2007 der Aktionsplan Klimaschutz beschlossen. In diesem wurden weitere Maßnahmen zur Vermeidung von Treibhausgasen festgelegt. Betroffene Aktionsfelder sind:

  • Regionale Anpassung an den Klimawandel  
  • CO2-Vermeidung durch Innovation
  • Internationaler Emissionshandel 
  • Bildung, Beratung und Fortbildung


Strategie zur Anpassung an den Klimawandel

Im Jahr 2012 wurde die Strategie zur Anpassung an den Klimawandel veröffentlicht. Diese enthält die nach Modellberechnungen erwarteten Klimaveränderungen, die Risiken für die durch den Klimawandel gefährdeten Bereiche sowie strategische Empfehlungen zur Minimierung der Risiken.


Energiezukunftsgesetz

Ein wichtiger Meilenstein der Energiewende in Hessen war der Hessische Energiegipfel im Jahr 2011. Die Ergebnisse des Energiegipfels sind in das Hessische Energiezukunftsgesetz aus dem Jahr 2012 eingeflossen und wurden dort als folgende Ziele festgelegt:

  • Deckung des Endenergieverbrauchs von Strom und Wärme zu möglichst 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen bis zum Jahr 2050
  • Anhebung der jährlichen energetischen Sanierungsquote im Gebäudebestand auf mindestens 2,5 bis 3 Prozent
  • Festlegung von geeigneten Gebieten als Windvorrangflächen in den Regionalplänen in einer Größenordnung von 2 Prozent der Landesfläche
  • Kommunen können zum Zweck des Klima- und Ressourcenschutzes vom Recht eines Anschluss- und Benutzungszwangs an ein Netz der öffentlichen Fernheizung Gebrauch machen 
  • Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis 2019 von 25 Prozent


Landesentwicklungsplan

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung erstellt den Landesentwicklungsplan als strategisches Planungsinstrument zur räumlichen Entwicklung des Landes und als verbindliche Vorgabe für die Regionalplanung. Der gültige Landesentwicklungsplan stammt aus dem Jahr 2000 und wurde zuletzt 2013 geändert. Der Plan beschreibt die angestrebte Entwicklung Hessens in den wichtigsten landespolitischen Planungsbereichen. Dies betrifft auch die Bereiche Energiebereitstellung, Energienutzung und Klimaschutz.
 

Quellen

[1] Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (2016). Bericht zu den CO2-Emissionen in Hessen Bilanzjahr 2013. Abgerufen am 09.05.2016 von: http://www.hlnug.de/themen/fachzentrum-klimawandel/publikationen.html