Seiteninhalt

Energieverbrauch in der Region FrankfurtRheinMain


Übersicht

Der Energieverbrauch setzt sich zusammen aus den drei Nutzungsmöglichkeiten, die wir für Energie haben: als Strom, Wärme und Kraftstoff für die Mobilität. Im Gebiet des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain wurden 2016 etwa 72.202 Gigawattstunden (GWh) – dies sind rund 72,2 Terawattstunden (TWh) – Endenergie verbraucht. Zieht man einen groben Vergleich zum Endenergie­­­verbrauch 2015 in ganz Hessen (die Datenverfügbarkeit lässt nur einen Vergleich zwischen verschiedenen Jahren zu), entfällt etwa ein Drittel des gesamten hessischen Endenergieverbrauchs auf die Region FrankfurtRheinMain. Im Jahr 2015 beträgt der vorläufige Endenergie­­verbrauch in Hessen, den das Hessische Statistische Landesamt im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung erstellt hat, etwa 222 Terawattstunden.


Datenquelle

Im Folgenden finden Sie detaillierte Informationen zum Energieverbrauch in der Region. Die Quelle der Daten ist der Kommunale Energiesteckbrief für den Regionalverband FrankfurtRheinMain. Diesen sowie die Daten für die einzelnen Mitgliedskommunen und Landkreise im Regionalverband finden Sie unter den Kommunalen Energiesteckbriefen und im Klima-Energie-Atlas.


Bereitstellung von Wärme verbraucht in der Region die meiste Energie


Fast die Hälfte (48 Prozent oder ≈ 34 TWh) des gesamten Endenergieverbrauchs in der Region entfielen 2016 auf den Bereich Wärme. Etwa 29 Prozent des Endenergieverbrauchs nahm der Mobilitätsbereich ein (≈ 21 TWh/a) und 23 Prozent wurden als Strom verbraucht (≈ 17 TWh/a).

Die Aufteilung verdeutlicht die Bedeutsamkeit der beiden Bereiche Wärme und Mobilität, wenn es darum geht, den Gesamt-Energieverbrauch zu senken sowie den Anteil der erneuerbaren Energien im Wärme- und Mobilitätsbereich auszubauen.



Sektor Mobilität verbraucht am meisten Energie

2016 wurden im Regionalverband rund 72 TWh/a Endenergie verbraucht. Mit 32 Prozent verbrauchte der Sektor Mobilität davon die meiste Energie (≈ 23 TWh/a). Auf dem zweiten Platz folgte die Industrie mit 30 Prozent (≈ 22 TWh/a). Haushalte verbrauchten 23 Prozent der Endenergie (≈ 16 TWh/a) und der Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen 13 Prozent (≈ 9 TWh/a). Die öffentlichen Einrichtungen inklusive Infrastruktur weisen mit etwa 2 Prozent (≈ 2 TWh/a) den geringsten Anteil am Endenergieverbrauch auf.



Sektor Mobilität – der Individualverkehr verbraucht etwa die Hälfte der Energie

Mit rund 32 Prozent hatte der Mobilitätssektor 2016 den größten Anteil am gesamten Endenergieverbrauch der Region. Der größte Energieverbraucher des Mobilitätssektors selbst war der Motorisierte Individualverkehr. Dieser stand für etwa die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs des Sektors (≈ 11 TWh/a). Dahinter folgten mit 27 Prozent der Güterverkehr (≈ 6 TWh/a) und mit 13 Prozent der öffentliche Personennahverkehr (≈ 3 TWh/a). Auch der Personenluftverkehr durch den Frankfurter Flughafen verursachte 10 Prozent des Energieverbrauchs in der Region (≈ 2 TWh/a).



Sektor Mobilität – mehr als 90 Prozent der verbrauchten Energie stammt aus fossilen Brennstoffen

Der Mobilitätssektor ist geprägt von fossilen Brennstoffen – mehr als 90 Prozent des Energieverbrauchs basiert auf ihnen. Der am meisten verbrauchte Kraftstoff Diesel hat einen Anteil von rund 44 Prozent (≈ 10 TWh/a). Knapp dahinter folgt Benzin mit 36 Prozent (≈ 8 TWh/a). Entsprechend dem bereits bedeutsamen Anteil des Personen-Luftverkehrs am Energieverbrauch des Sektors Mobilität entfallen 11 Prozent (≈ 3 TWh/a) des Energieverbrauchs auf den Brennstoff Kerosin. Den geringsten Anteil aller Energieträger am Energieverbrauch hat Strom mit rund 9 Prozent (≈ 2 TWh/a). Strom wird beispielsweise zum Betrieb von Straßenbahnen oder Elektrofahrzeugen genutzt.

Für die Zusammensetzung des Stromanteils wird der Strom-Mix 2016 für ganz Deutschland angenommen. Wird diese Zusammensetzung hinzugerechnet, steigt der Anteil der fossilen Brennstoffe im Mobilitätssektor in der Region auf rund 96 Prozent!



Auch in den vier Sektoren Haushalte - Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD) - öffentliche Einrichtungen sowie Industrie dominieren fossile Energieträger den Endenergieverbrauch

Die Sektoren Haushalte - Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD) - öffentliche Einrichtungen sowie Industrie (ohne den Sektor Mobilität) verbrauchten 2016 etwa 49 TWh Endenergie. Mit rund 37 Prozent (≈ 18 TWh/a) war Erdgas der am meisten verbrauchte Energieträger in diesen Sektoren. Darauf folgte Strom mit 30 Prozent (≈ 15 TWh/a). Fernwärme (bestehend aus heißem Wasser) und Ferndampf (bestehend aus höher temperiertem Dampf anstelle des heißen Wassers) stellten 14 Prozent (≈ 7 TWh/a) des Verbrauchs. Fast 13 Prozent (≈ 6 TWh/a) des Verbrauchs wurde durch Kohle (inklusive Hausbrand) und Erdöl gedeckt. Der als „Sonstiges“ angegebene Anteil enthält einige wenig verbreitete Energieträger wie Flüssiggas.

Werden die Anteile von Kohle, Erdöl und Erdgas zusammengerechnet, ergibt sich bereits daraus ein Anteil der fossilen Energien am Endenergieverbrauch der vier Sektoren von fast 50 Prozent. Dabei ist die Fernwärme- und Ferndampferzeugung mit fossilen Energien sowie der Anteil der fossilen Energieträger im deutschen Strom-Mix 2016 nicht mit eingerechnet. Werden diese Werte ebenfalls mit eingerechnet, erreichen die fossile Energieträger einen Anteil von rund 79 Prozent am Verbrauch.

Außerdem lässt sich klar herausstellen, dass der Anteil der (lokal erzeugten) erneuerbaren Energie am Endenergieverbrauch der vier Sektoren (ohne Berücksichtigung des deutschen Strom-Mix) mit 0,7 Prozent (≈ 0,3 TWh/a) bisher sehr gering ist. Wird der Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Strom-Mix 2016 berücksichtigt, erhöht sich der Wert auf rund 9 Prozent.