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Mobilität


Energiewende ohne Antrieb

Bisher sind die im Mobilitätssektor vorhandenen Potenziale für die Energiewende noch nicht abgerufen worden – und das obwohl dieser in der Region FrankfurtRheinMain mit 32 Prozent im Jahr 2016 die meiste Energie der vier Sektoren (im Vergleich zu Haushalten; Gewerbe Handel, Dienstleistungen und Industrie) verbraucht – Tendenz steigend.

Mehr als 90 Prozent der verbrauchten Energie im Mobilitätssektor stammt aus den fossilen Brennstoffen Benzin, Diesel und Kerosin. Das spiegelt sich auch im Ausstoß des Treibhausgases CO2: Etwa 26 Prozent der gesamten CO2-Emissionen in der Region FrankfurtRheinMain sind im Jahr 2016 auf die Mobilität zurückzuführen. Mehr dazu erfahren Sie im Bereich Energiedaten. Die Auswirkung unterschiedlicher Verkehrsmittel auf unser Klima, zeigt die folgende Abbildung.

Emissionen Personenverkehr – Treibhausgase in CO2-Äquivalenten (Gramm pro Personenkilometer)



Elektromobilität

Bereits vor mehr als einem Jahrhundert fuhren die ersten Elektrofahrzeuge. Das billige Öl ließ den Elektromotor jedoch schnell wieder in der Belanglosigkeit verschwinden – bis er vor einigen Jahren „wiederentdeckt“ wurde. Bedingt durch den Ausstoß von CO2 sowie stark gesundheitsschädigenden Schadstoffen wie Feinstaub, Stickstoffoxid und Kohlenmonoxid, sehen Experten die Elektrifizierung des Mobilitätssektors als alternativlos an. Schöner Zusatzeffekt: der Elektromotor ist nahezu geräuschlos.

Zum genauen Aufbau eines auf Elektrizität basierenden Mobilitätssystems gibt es noch vieles zu klären, beispielsweise welche Rolle Wasserstoff spielen wird oder woher die seltenen Erden und anderen Metalle kommen, die für die weltweite Elektromobilität in riesigen Mengen benötigt werden. Der Vorteil der Elektromobilität ist jedoch, sie ist perfekt kombinierbar mit erneuerbaren Energien, im Idealfall mit Photovoltaikanlagen vom eigenen Dach.


Mobilität – ein wertvolles Gut

Werden alle Fahrzeuge einfach gegen elektrische ausgetauscht, verringert dies nicht das steigende Verkehrsaufkommen auf ohnehin schon überlasteten Straßen. Neben der Art des Antriebs werden wir darum auch unsere Einstellung zur Mobilität und unser „mobiles Verhalten“ überdenken müssen. Mobilität sollte dabei wieder zu einem wertvollen Gut werden mit dem nicht verschwenderisch umgegangen wird. Neue Formen der Mobilität, wie das Car- und Bikesharing, rücken das Teilen anstatt des Besitzens in den Vordergrund. Unterstützt – und in Zukunft noch viel weiter vorangetrieben, werden diese Entwicklungen durch die Digitalisierung des Mobilitätssektors.

Regionale Projekte die bewegen

Wie neue Mobilitätskonzepte und Angebote aussehen können, zeigen die Klima-Energie-Projekte mit Beispielen aus der Region.