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Divestment

Ökonomie des Klimaschutzes – Chancen für Kommunen


Ohne eine Neuorientierung der weltweiten Finanzflüsse wird der Wandel zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft nicht gelingen. Der Abzug von Investitionen aus nicht nachhaltigen Unternehmen und der Einsatz des Anlagevermögens nach Kriterien der Nachhaltigkeit ist in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. Das Vorgehen wird unter anderem von den Vereinten Nationen, dem Weltärztebund und der Bundesregierung sowie prominenten Persönlichkeiten unterstützt. Viele Städte haben bereits entsprechende Beschlüsse gefasst.

Längst findet ein Umdenken auch bei der Finanzwirtschaft statt: Rendite und Anlagesicherheit gehen Hand in Hand mit Klima-und Umweltschutz und sind mit sozialen Kriterien vereinbar. Sie berücksichtigen auch finanzielle Risiken besser, die sich aus dem Klimawandel, der Ressourcenknappheit, der Umweltzerstörung und sozialen Problemen ergeben.

Veranstaltung am 27. März 2019 im Haus der Region

Welche Handlungsmöglichkeiten haben Kommunen, Unternehmen und Organisationen in unserer Region? Darüber informierten der Regionalverband FrankfurtRheinMain, die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main und das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt »Klimafreundlich investieren«, das aus den Partnern adelphi research, Forum Nachhaltige Geldanlagen sowie dem Klima-Bündnis besteht. So hat die Stadt Stuttgart beispielsweise Negativkriterien für ihre Geldanlagen formuliert. Aus der Vermögensanlage werden Unternehmen ausgeschlossen, wenn sie in den Rohstoffabbau von Kohle und Öl investieren, deren Geschäftsfeld (auch) die Energieerzeugung mit Kohle und Frackinggas ist, die Atomenergie erzeugen, die Pflanzen oder Saatgut gentechnisch verändern, die Kinder- und Zwangsarbeit zulassen und andere mehr. Die Stadt Münster hatte einen ähnlichen Negativkatalog formuliert, dort dauerte der gesamte Divestment-Prozess rund drei Jahre. Die beiden Städte wie auch die Städte Bremen und Leipzig unterstrichen, dass bei den jeweiligen Neuanlagen die Renditen mindestens so hoch waren wie bei nicht nachhaltigen Anlagen. Das Land Hessen sowie die Stadt Berlin berichteten den rund 60 Besucherinnen und Besuchern über nachhaltiges Investment am Beispiel der Versorgungsrücklagen.

Von Städten die bereits Divestment Strategien umgesetzt haben, finden Sie hier Fallstudien.

Eine Übersicht des gesamten Tages bietet die Dokumentation der Tagung inklusive der Präsentationen und einem Ergebnisprotokoll.


Die Vorträge der Referenten