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Streuobstwiesen in der Region FrankfurtRheinMain

Der Regionalverband kümmert sich

Die Region FrankfurtRheinMain ist eine der bedeutendsten Metropolregionen in Europa. Hier kreuzen sich wichtige Wege, hier blüht der Handel. Reich an urbanen Räumen, Kultur und Naturschätzen bietet sie zudem eine hohe Lebensqualität. Zum Wohle seiner Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen möchte der Regionalverband FrankfurtRheinMain diese Region weiterentwickeln und fördern. Er versteht sich als Impulsgeber, Moderator und Motor. So unterstützt der Verband seine 75 Mitgliedkommunen unter anderem bei der Erhaltung und Förderung unserer Streuobstwiesen.

Unsere Streuobstwiesen

Streuobstwiesen prägen in weiten Teilen unser Landschaftsbild und sind heute noch Teil der erlebbaren hessischen Apfel- und Apfelweinkultur. Großflächige zusammenhängende Streuobstwiesen sind in der Region FrankfurtRheinMain allerdings immer seltener anzutreffen. Daher konzentriert sich der Regionalverband darauf, die Kommunen bei dem Schutz der noch vorhandenen Bestände zu unterstützen.

Was macht sie aus ökologischer Sicht so wertvoll?

  • Streuobstwiesen sind extensiv genutzte Anbauflächen
  • Die hochstämmigen Bäume (Mindesthöhe 1,80m) bieten Lebensraum für viele unterschiedliche Tiere, wie etwa Steinkauz, Grünspecht, Siebenschläfer, Igel, Zitronenfalter oder Ackerhummel
  • Abstand zwischen einzelnen Bäumen gibt seltenen Pflanzen Raum (Wiesen-Salbei, Margerite, Wiesen-Storchschnabel, Glatthafer oder Wiesen-Klee)
  • Die umweltverträgliche Nutzung eines Streuobstbestandes schließt die Anwendung synthetischer Behandlungsmittel wie Pestizide und Dünger aus

Starke Eigenschaften

Neben der Eignung der Streuobstwiesen als Habitat für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten besitzen sie weitere wichtige Funktionen:

  • Streuobstwiesen haben einen hohen Erlebnis- und Erholungsfaktor, besonders zur Blüte- und Erntezeit bereichern sie das Landschaftsbild enorm.
  • Vegetation wirkt der Bodenerosion entgegen und verhindert somit, vor allem in Hanglagen, auch den oberflächennahen Abtrag von Nährstoffen sowie deren Eintrag in Gewässer.
  • Sie haben einen positiven Einfluss auf das örtliche Mikroklima, wirken als Regen- und Windschutz, Schattenspender, CO2-Filter und mildern die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht ab.
  • Alleine in Deutschland gibt es über 1.000 verschiedene noch kultivierte Apfelsorten. Damit bildet die hohe Sortenvielfalt einen wichtigen Genpool mit unterschiedlichen Erbanlagen, die unter anderem für künftige Resistenzzüchtungen im Obstbau von Interesse sein können.
  • Sie liefern Obst für die Lebensmittelindustrie sowie zur Deckung des Eigenbedarfs.



Erste Schritte zum Schutz der Streuobstwiesen in der Region FrankfurtRheinMain


Gemeinsam für den Erhalt heimischer Streuobstwiesen

Nach den Beschlüssen der „Lohrberger Erklärung“ im August 2018, geht es nun darum, weitere Schritte zum Schutz unserer Streuobstbestände gemeinsam umzusetzen. Der Regionalverband lädt daher zu einem weiteren Vernetzungstreffen, am 14.05.2019 in das Haus der Region ein, und möchte interessierte Streuobstwiesenschützer über den aktuellen Arbeitsstand informieren. Wir freuen uns zudem sehr, zwei innovative Projekte zum Erhalt und zur Förderung unserer Streuobstwiesen vorzustellen. Erstens präsentieren die Streuobstwiesenretter aus Südhessen mehrere Ihrer aktuellen Projekte, wie beispielsweise den „Streuobstrettungsweg“ oder "Saft aus herrenlosem Obst". Ein wirklich ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie sich Streuobstakteure erfolgreich miteinander vernetzen lassen. Zweitens möchte der Regionalverband die Fachkompetenzen seiner Mitgliedskommunen fördern und bietet die Spezialfortbildung „Zertifizierter Landschaftsobstbauer“ speziell für kommunale Mitarbeiter an. Das Pilotprojekt in Kooperation mit dem MainÄppelHaus Lohrberg wird detailliert erörtert.

Das genaue Programm und Details zur Veranstaltung können Sie hier herunterladen.


Ausstellung »Erhalt der Streuobstwiesen in der Region FrankfurtRheinMain«

Nur was wir kennen, sind wir auch bereit zu schützen. Uns ist es daher wichtig, dass die Menschen um die ökologische und kulturelle Bedeutung der Streuobstwiesen sowie deren Erlebnis- und Erholungswert wissen. Gemeinsam können wir den Erhalt der heimischen Streuostbestände für uns und die nachfolgenden Generationen nachhaltig sichern. Deshalb möchten wir das Thema „Streuobst“ der Öffentlichkeit wieder näher bringen. Dazu haben wir unter anderem die Ausstellung »Erhalt der Streuobstwiesen in der Region FrankfurtRheinMain« konzipiert. Auf fünf Tafeln werden Informationen zu folgenden Themen dargestellt:

  • Gemeinsam für Streuobstwiesen in FrankfurtRheinMain
  • Wissenswertes über unsere Streuobstwiesen
  • Gefahren für die heimischen Streuobstwiesen
  • Gemeinsame Ziele zur Förderung unserer Streuobstbestände
  • Unsere regionalen Streuobstakteure


Die Ausstellung wird erstmals auf dem „Tag der Erde“ am 28.04.2019, dem großen Umweltfest in den Weilbacher Kiesgruben bei Flörsheim zu sehen sein und kann danach kostenlos beim Regionalverband ausgeliehen werden.

Die Ausstellung können Sie hier herunterladen oder bei uns ausleihen (Kontakt siehe unten).

Regionalverband hat mit Umsetzung der "Lohrberger Erklärung" begonnen

Der Regionalverband hat bereits mit der Umsetzung der Lohrberger Erklärung begonnen. So wurden zum Aufbau eines soliden Netzwerks erste Kontakte zu unterschiedlichen Aktiven im Streuobstwiesenschutz hergestellt. Eine Ausstellung rund um das Thema Streuobst wurde konzipiert, die der Öffentlichkeit die Bedeutung aber auch Gefährdung unserer heimischen Streuobstbestände verdeutlichen soll. Zudem ist ein weiteres Vernetzungstreffen für den 14. Mai 2019 in Planung, auf dem der Arbeitsstand und innovative Projekte zum Streuobstwiesenschutz vorgestellt werden, das aber auch ein Format für fachlichen Austausch bietet.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung vom 15.02.2019.



Streuobstwiesenakteure verabschieden „Lohrberger Erklärung“ auf ersten regionalen Streuobsttag

Um seine 75 Mitgliedskommunen bei der Erhaltung der Streuobstwiesen zu unterstützen hat der Regionalverband am 21. August 2018 im MainÄppelHaus Lohrberg den ersten Streuobsttag der Region veranstaltet. Das Ereignis brachte rund 90 Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen sowie Fachleute für Obstwiesen und weitere Interessierte zusammen.

Wenn wir unsere Streuobstwiesen dauerhaft erhalten wollten, braucht es Fachwissen und gute, kreative Ideen. Das Format eines gemeinsamen Streuobsttages bietet eine geeignete Plattform um zusammenzukommen, sich auszutauschen und zu vernetzen. Es wurden konkrete Ziele zur Pflege und Erhaltung der Streuobstwiesen beschlossen.

Ziele der sogenannten „Lohrberger Erklärung“ im Detail:

  1. Aufbau eines Informationsportals im Internet mit konkreten Ansprechpartnern in der Region.
  2. Umfassende Aufklärung und Schulung für Kommunen und Schulen (jedes Kind soll in seiner Schulzeit einmal eine Streuobstwiesen-Aktion erleben), Streuobst-Engagierte und weitere Nutzer (Aufklärung über Diebstahl, Hundeverhalten und ähnliches).
  3. Einheitliches Marketing, um die Streuobstwiesen als Räume des Erlebens und Erholens bekannter zu machen. Hiermit soll auch die Lust geweckt werden, sich für Streuobst zu engagieren.
  4. Etablierung einer Streuobstwiesenbörse, in der Grundstücke angeboten und nachgefragt werden können.
  5. Aufbau und Pflege eine Datenbank, in der unter anderem die Streuobstwiesen, die Anzahl der Bäume, Eigentumsverhältnisse, Sorten oder Alter verzeichnet sind.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung vom 23.08.2018.


Regionalverband unterstützt beim Erhalt heimischer Streuobstbestände

Bei zahlreichen Mitgliedskommunen des Regionalverbandes besteht Unterstützungsbedarf, sich bei der langfristigen Finanzierung und Pflege von Streuobstwiesen besser zu vernetzen. Gleichzeitig erwächst die Erkenntnis um die besondere Bedeutung des Biotoptyps Streuobstwiese im Verbandsgebiet. Der Regionalverband will seinen Beitrag zum Schutz der Streuobstwiesen leisten.