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Auch in den vier Sektoren Haushalte - Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD) - öffentliche Einrichtungen sowie Industrie dominieren fossile Energieträger den Endenergieverbrauch

Die Sektoren Haushalte - Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD) - öffentliche Einrichtungen sowie Industrie (ohne den Sektor Mobilität) verbrauchten 2016 etwa 49 TWh Endenergie. Mit rund 37 Prozent (≈ 18 TWh/a) war Erdgas der am meisten verbrauchte Energieträger in diesen Sektoren. Darauf folgte Strom mit 30 Prozent (≈ 15 TWh/a). Fernwärme (bestehend aus heißem Wasser) und Ferndampf (bestehend aus höher temperiertem Dampf anstelle des heißen Wassers) stellten 14 Prozent (≈ 7 TWh/a) des Verbrauchs. Fast 13 Prozent (≈ 6 TWh/a) des Verbrauchs wurde durch Kohle (inklusive Hausbrand) und Erdöl gedeckt. Der als „Sonstiges“ angegebene Anteil enthält einige wenig verbreitete Energieträger wie Flüssiggas.

Werden die Anteile von Kohle, Erdöl und Erdgas zusammengerechnet, ergibt sich bereits daraus ein Anteil der fossilen Energien am Endenergieverbrauch der vier Sektoren von fast 50 Prozent. Dabei ist die Fernwärme- und Ferndampferzeugung mit fossilen Energien sowie der Anteil der fossilen Energieträger im deutschen Strom-Mix 2016 nicht mit eingerechnet. Werden diese Werte ebenfalls mit eingerechnet, erreichen die fossile Energieträger einen Anteil von rund 79 Prozent am Verbrauch.

Außerdem lässt sich klar herausstellen, dass der Anteil der (lokal erzeugten) erneuerbaren Energie am Endenergieverbrauch der vier Sektoren (ohne Berücksichtigung des deutschen Strom-Mix) mit 0,7 Prozent (≈ 0,3 TWh/a) bisher sehr gering ist. Wird der Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Strom-Mix 2016 berücksichtigt, erhöht sich der Wert auf rund 9 Prozent.