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Bauliche Energietechnik

Dietzenbach

Detail-Beschreibung

Standort: Verwaltungsgebäude Max-Planck-Straße 13-15

Aufgabenstellung:

  • Zusammenführung aller Betriebszweige durch Schaffung eines repräsentativen Besprechungsraumes und weiteren 14 Arbeitsplätzen in einer Aufstockung.
  • Erhaltung des Gebäudes.

Rahmenbedingungen:

  • Bei den Voruntersuchungen zur Erweiterung wurde die zulässige Bodenpressung am Bestandsgebäude ermittelt.
  • In Abhängigkeit der vorhandenen Fundamentgrößen konnte die maximal mögliche zusätzliche Belastung errechnet werden. Diese maximale zusätzliche Belastung verhindert einen konventionellen Massivbau.
  • Die Energieeinsparverordnung 2009 ist möglichst einzuhalten.
  • Die Arbeiten erfolgen im laufenden Betrieb, deshalb ist eine möglichst kurze Bauzeit anzustreben.

Lösungsansatz:

Saniertes Gebäude der Wirtschaftsbetriebe
Quelle: Stadt Dietzenbach

Um alle Bedingungen einzuhalten und die energetischen Anforderungen zu erfüllen, wurde von der Projektleitung ein Holzrahmenbau präferiert und mit der Betriebsleitung abgestimmt. Dieser Holzrahmenbau verbindet durch seinen hohen werksmäßigen Vorfertigungsgrad die kurze Bauzeit mit systembedingtem geringem Gewicht. Energetisch wurde die gesamte Konstruktionsstärke gedämmt und zusätzlich eine Wärmedämmfassade vorgesetzt, so dass eine Gesamtdämmstärke von 20 Zentimetern erreicht werden konnte. Auch in den Dachschrägen wurden diese Dämmstärken realisiert.

Aufgrund dessen und den nachfolgenden Aufbesserungen in der Altbausubstanz konnte bei der Wärmebedarfsberechnung festgestellt werden, dass die vorhandene Heizungsanlage für die nahezu verdoppelte Nutzfläche ausreichend ist, wenn die Aufstockung über ein Niedertemperatursystem beheizt wird. Aus diesem Grund wurde eine Fußbodenheizung in den neuen Etagen vorgesehen.

Der Auftrag zur Aufstockung wurde am 30.08.2011 erteilt. Die Aufstockung wurde innerhalb von 2 Wochen in der 41. und 42. Kalenderwoche 2011 aufgestellt und eingedeckt. Die Ausbaugewerke konnten somit durchgehend ihre Leistungen erbringen. Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten erfolgte im Februar 2012. Die Bauzeit insgesamt betrug somit etwa 6 Monate.

An der Altbausubstanz wurde die komplette Kellerabdichtung erneuert und eine Wärmedämmung aufgebracht, da die meisten Räume als Umkleideräume beziehungsweise Duschen genutzt werden. Des weiteren wurden die Balkone (Kältebrücken) demontiert und die Alufenster durch aktuelle Kunststofffenster ersetzt. Wärme- und Blendschutz wurden anhand der geltenden Arbeitsplatzbestimmungen ausgeführt. Im Juli 2013 wurden noch die restlichen Außenputz- und Malerarbeiten durchgeführt, so dass die Gesamtmaßnahme Verwaltungsgebäude mit den Hauptleistungen im August 2013 fertig gestellt werden konnte. Der genehmigte Kostenrahmen wurde hierbei nicht überschritten.