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Zentrales Werkstatt- und Verwaltungsgebäude (ZWuV)

Frankfurt am Main

Detail-Beschreibung

Hervor- und zurückschwingende Fassade
Quelle: Jörg Hempel
Blick auf das Zentrale Werkstatt- und Verwaltungsgebäude
Quelle: Jörg Hempel
Die Dachterrasse des Zentralen Werkstatt- und Verwaltungsgebäudes
Quelle: Jörg Hempel

Das von schneider+schumacher entworfene Grünflächenamt zeichnet sich neben seiner Passivhausbauweise im Besonderen durch die städtebauliche Integration aus. Gesucht wurde von der Stadt Frankfurt ein neuer Standort, sowohl für verschiedene Bereiche der Verwaltung, als auch für Werkstätten. Diese unterschiedlichen Institutionen sollten möglichst nahe beieinander, auf einem zentral gelegenen Grundstück, ein neues Zuhause finden. Zwar stand die Gewährleistung kurzer Wege innerhalb des Stadtgebiets bei der Grundstückssuche im Fokus, eine direkte Innenstadtlage war jedoch aufgrund der Immissionsbelastung, die durch das Werkstattgebäude entsteht, nicht denkbar.

Das Grundstück in der Adam-Riese-Straße erschien zunächst aufgrund des langen und schmalen Zuschnitts, zur einen Seite direkt am Gleisfeld des Frankfurter Hauptbahnhofs gelegen und am oberen Ende durch eine hochliegende S-Bahnstrecke begrenzt, als ungeeignet. Die Anordnung der Werkstätten nebeneinander ermöglichte schließlich die Nutzung des Grundstücks. Indem in den oberen Geschossen Räumlichkeiten für die Verwaltung geschaffen wurden, ergab sich nicht nur eine bestmögliche Ausnutzung des Grundstücks, auch befinden sich nun Werkstätten und Verwaltung erstmals an einem zentral gelegenen Standort vereint.

Die Zusammenlegung ist auch aus städtebaulicher Sicht positiv: Zum einen bewirkte sie einen geringen Flächenverbrauch und damit eine sehr gute Nachverdichtung. Zum anderen wirkt sich der Neubau auf das umliegende Gebiet positiv aus. Dahinterliegende Gebäude wurden aufgewertet, da sie nun von der Bahn abgeschirmt sind. In Bezug auf architektonische Innovationen, eine dauerhafte und effiziente Nutzung der Materialien und einen möglichst geringen Verbrauch, ist auch der Dachrand ein wichtiger Punkt. Dieser wurde in Hinblick auf seine schützende Wirkung geplant. Die Witterung kann sich weniger auf die Wandflächen auswirken, was zu geringeren Instandhaltungsmaßnahmen führt. Das Gebäude ist in einer Betonskelettbauweise errichtet, die in den unteren Geschossen durch eine massive Vorsatzschale aus Ziegeln verstärkt wird. Das neue Amtsgebäude für das Grünflächenamt und Amt für Straßenbau und Erschließung der Stadt Frankfurt wurde neben seinem Status als Passivhaus 2015 durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit Platin zertifiziert, der bisher höchsten Auszeichnung der DGNB.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf unserer Website.