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Energieeffiziente Kindertagesstätte

Sulzbach (Taunus)

Detail-Beschreibung

Kindertagesstätte »Zuckerrübe«, Am Rübenacker 1
Quelle: Gemeinde Sulzbach
Photovoltaikanlage
Quelle: Mechelk Bedachungstechnik GmbH, bearbeitet von Blei+Guba

Die Gemeinde Sulzbach (Taunus) hat beim Neubau der Kindertagesstätte »Zuckerrübe« das Ziel verfolgt, ein energieeffizientes Gebäude zu errichten und damit die Nutzungskosten möglichst gering zu halten. Die Einrichtung mit drei Gruppen für unter Dreijährige und einer Gruppe für die über Dreijährigen ist im September 2014 in Betrieb genommen worden.

Im Fokus der energetischen Planung für die Kita stand die primärenergetische Betrachtung, und dabei spielt die direkte Produktion von Eigenenergie eine nicht unwesentliche Rolle. Die ökologisch und ökonomisch optimierte Gebäudehülle mit der entsprechenden technischen Gebäude-Ausstattung schafft ein energieeffizientes Gebäude, welches auch in zukünftigen Tagen einen Gewinn für die Umwelt und den Betreiber schafft. Vor Ort wird mittels einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 73,2 Kilowatt-Peak elektrische Energie produziert, welche bilanziert den Eigenbedarf der Einrichtung deckt. Der gewonnene Strom deckt den Bedarf der Beleuchtung, der sonstigen Verbrauchsstellen insbesondere aber auch der Wärmepumpe, welche für die notwendige thermische Versorgung der Fußbodenheizung sorgt und damit für die Beheizung der Einrichtung; der Energie-Überschuss wird in das örtliche Netz eingespeist. Das Haus selber ist Produzent und bedarf keiner Transmissionsleitung und keiner Energie aus Nord- oder Süddeutschland. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe wurde deshalb ausgewählt, weil sie in der energetischen Gesamtbetrachtung die Variante mit der geringsten Primärenergie-Aufwendung ist und somit positiv in die Gesamtbilanzierung einfließt. Die Auswahl des technischen Gebäude-Ausrüstungs-Konzeptes wurde auf der Basis der Gesamtenergiebilanzierung getroffen, denn je umweltschonender die Energieform und ihre Umwandlung, desto niedriger sind der CO2-Ausstoß und der Primärenergiefaktor.

Insgesamt werden mit dem Sonnenkraftwerk zirka 52 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Die nicht mit Solarmodulen versehenen Dachflächen sind begrünt ausgeführt; das Regenwasser der Dachflächen wird über eine Zisterne zur Brauchwasserversorgung der Toiletten verwendet, dies spart zusätzlich Energie und Kosten beim Wasserverbrauch.